Hunderte Kilometer ehemaliger Bahntrassen sind seit der Stillegung verwaist. Sie bieten sich Wanderern und Radfahrern an, da sie meist durch unberührte Naturlandschaft führen
Ein typisch bergischer Streckenabschnitt verläuft zwischen Lindlar und Hommerich im Tal der Lindlarer Sülz
Ein Glücksfall sind die Brückenbauwerke, die vom Abriss verschont blieben
Bereits vor 40 Jahren hatte Hermann Haeck † die Vision, den Bahndamm als Radweg auszubauen
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Neuer Radweg auf alter Bahntrasse - Das Land NRW signalisiert 2008 Freie Fahrt

"In Nordrhein-Westfalen gibt es etwa 600 Kilometer stillgelegte Bahnstrecken. Über 50 Prozent - also rund 300 Kilometer — sind für attraktive und kurzfristig realisierbare Lösungen im Radverkehr geeignet. Hierdurch könnte die Sicherheit der Radfahrer erhöht werden. Zudem werden Naherholung, Radverkehr und Tourismus gestärkt" – So hatte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Bernd Schulte den Antrag an die Landesregierung begründet.

 

Übrigens: Lindlarer Sülztaltrasse begeisterte Planer und Gutachter

 

Am 9. Juni 2008 stellte das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen das sogenannte "Alleen-Radwegeprogramm" vor. Radfahrer können in Nordrhein-Westfalen zukünftig auch auf stillgelegten Bahntrassen mit einer Lange von 364 Kilometern durchs Land fahren. In diesem Jahr werden rund 56 Kilometer stillgelegte Bahntrassen mit einem Kostenvolumen von 12,7 Millionen Euro zu Radwegen umgebaut. Insgesamt 13 Projekte sollen in 2008 starten. Bis 2011 werden weitere 59 Projekte mit 307 Kilometern Länge und geschätzten Kosten in Höhe von 58 Millionen Euro in Angriff genommen. Das Handlungsprogramm wurde von der  BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW (BEG), der seit 2002 erfolgreich tätigen gemeinsamen Tochter von Bahn und Land, entwickelt  und vorbereitet. Sie hat mit allen beteiligten Kommunen Gespräche geführt und Planungen und Gutachten finanziert.

 

Einbindung in ein landesweites Radwegenetz 

 

Die Alleen-Radwege ergänzen die weiteren Aktivitäten der Landesregierung in Sachen Radverkehr. So werden in 2008 insgesamt über 60 Millionen für den Radverkehr von Nordrhein-Westfalen aufgewandt. Hiervon entfällt der Hauptanteil mit 57 Millionen auf den Radwegebau. 1 Million Euro sind für das Modellvorhaben kostengünstiger  Radwegebau, 1,1 Millionen Euro für Fahrradstationen und 600.000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit der Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte" sind vorgesehen.

 

Langgehegter Wunsch der Bevölkerung sieht der Erfüllung entgegen 

 

Das Alleen-Radwegeprogramm mit der Liste aller Fördermaßnahmen ist im Internet unter www.mbv.nrw.de  abrufbar. Fotos und weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie unter www.beg.nrw.de - Die Lindlarer Kommunalpolitiker freuen sich über den Erfolg, dass der Ausbau der ehemaligen Bahntrasse im Sülztal, zwischen Lindlar und Hommerich, mit einer Länge von 9 Kilometern im vorderen Bereich der Projektliste rangiert.

 

Liegenschaft und Bauwerke zum Glück erhalten

 

Bereits 2007 hatte Bürgermeister Dr. Hermann-Josef Tebroke entsprechende Anträge in engem Kontakt mit den Bürgervereinen Falkenhof und Linde auf den Weg gebracht. Die Vision von einer sicheren Radwegverbindung zwischen Lindlar und Linde besteht bereits seit Jahrzehnten. Angesichts der Aussichtslosigkeit, die L284 im Sülztal und die L129 entlang des Schwarzenbachs mit einem Radweg auszustatten, war stets die ehemalige Bahntrasse im Gespräch. Der Weitsicht und der sozialen Einstellung des in Kemmerich gebürtigen Hermann Haeck † ist zu verdanken, dass die Trasse weitgehend als geschlossenes Liegenschaftsband zur Verfügung steht und sogar die Sülztalbrücke erhalten blieb.


© Förderverein Sülztalbahn e.V. 2017  Aktualisiert am  23.08.16         Sitemap         Impressum