Feierlicher Augenblick an der alten Eisenbahnbrücke in Brückerhof
Bürgermeister Dr. Hermann Josef Tebroke informiert die Beteiligten und die Öffentlichkeit
Beherzt greifen Mathias Derlin (Naturarena Lindlar),
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Gemeinde, Förderverein und Naturarena beim ersten Spatenstich der Rad-Geh-Weg-Trasse Lindlar - Linde - Hommerich - Mai 2010

Freude und Erleichterung begleiteten am Montag, 31. Mai 2010, den spontanen ersten Spatenstich zum Ausbau des ehemaligen Bahndammes zwischen Lindlar und Hommerich zum Rad-Geh-Weg. Nach umfangreichen Vorbereitungen einerseits und gespanntem Zuwarten andererseits setzten die Gemeinde Lindlar, das Ingenieurbüro Ahlenberg aus Herdecke und die ausführende Firma BSE Engineering aus Wittlich am Brückerhof ein sichtbares Zeichen.

 

Bürgermeister Dr. Hermann-Josef Tebroke begann die geschichtliche Darstellung des Projektes mit einem Presseartikel vom 10. Februar 1967. "Ein Wanderweg wäre wunderschön – aber wer soll das bezahlen?" berichtete damals der Kölner Stadtanzeiger. Einer, der an die Vision glaubte, war Hermann Haeck. Er erwarb große Teile der von der Deutschen Bundesbahn preisgegebenen Bahntrasse zwischen Lindlar und Hommerich, mit dem vertraglichen Vorbehalt einer öffentlichen Nutzbarmachung.

 

Die Verfügbarkeit dieser Liegenschaft stellt sich nach vier Jahrzehnten als wahrer Segen heraus. Im Rahmen der NRW-Förderung, dem Ausbau stillgelegter Bahntrassen zu Rad-Geh-Wegen wurde 2008 die Sülztaltrasse in das sogenannte "Alleenradwege-Programm" mit gewissem Vorrang aufgenommen. Nicht allein auf Grund der Feststellung, dass in unserer Region ein Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Landesbereichen besteht.

 

Im Vergleich zu den klassischen Rad-Geh-Weg-Netzen hob Tebroke den Reiz der typisch bergischen Relieflandschaft hervor: "Hier lässt sich echt Landschaft erfahren!" Hinweise auf Ziele und Routen rechts und links der Strecke sind vorgesehen. Die Berg- und Talstruktur bietet den Besuchern reizvolle Wege mit phantastischen Ausblicken. Radfahrer müssen sich jedoch darauf einstellen, dass bequemen Abfahrten immer die sportliche Herausforderung der Anstiege gegenüber steht. Bei der Bewältigung der Anstiege sind Geduld und Beschaulichkeit angesagt – ein völlig anderes Fahrverhalten, das durchaus auch was für sich hat.

 

Der begleitenden Ausgestaltung und Belebung der neuen Trasse hat sich der Förderverein "Sülztalbahn – Bahnstrecke und Landschaft erleben" e.V. verschrieben. In Anlehnung an die Bahngeschichte, sowie  landschaftliche und kulturelle Besonderheiten sind Rast- und Aussichtsplätze als sogenannte Haltestellen geplant. Hier sind Mitwirkung, Phantasie und Eigenleistung der Bevölkerung gefragt, die mit Fördermitteln der NRW-Stiftung unterstützt und belohnt werden.

 

Das vergangene Jahr 2009 stand im Zeichen der Planungen, des Grunderwerbs und allem, was damit verbunden ist. Nach dem Ausschreibungs- und Vergabeverfahren hat die Firma  BSE Engineering aus Wittlich im Mai 2010 den Zuschlag bekommen und wird unverzüglich mit den Brückensanierungen loslegen. "Allerdings wird man zunächst nicht viel sehen, bis der Fahrbahnbau sichtbar Meter macht" erklärte Ingenieur Ulrich Diehl seitens der Geschäftsführung Ahlenberg.

 

Fachbereichsleiter Petric Newrzella hofft, dass die ersten Meter noch in diesem Jahr verwirklicht werden. Der endgültige Belag dürfte in 2011 erfolgen. "Die Vollendung und Ausgestaltung wird uns bis ins Jahr 2012 beschäftigen" Die Anwesenheit ihres Geschäftsführers Mathias Derlin bewies, dass auch die Naturarena sehr an der Entstehung und Einbindung des künftigen Rad-Geh-Weges zur Vervollkommnung der Wandermöglichkeiten im Bergischen Land interessiert und zugetan ist. Über allem steht das langgehegte Bedürfnis der Bevölkerung, endlich ungefährdet mit dem Rad von Ort zu Ort gelangen zu können.


© Förderverein Sülztalbahn e.V. 2017  Aktualisiert am  23.08.16         Sitemap         Impressum